ein Unternehemen der
Stolze - Dr. Diers - Beermann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Unternehmensbewertung in Hamburg – Kompetenz in Bewertung

Seit rund 20 Jahren bewerten wir Unternehmen und Konzerne sowie immaterielle Vermögenswerte in unterschiedlichen Funktionen aus unterschiedlichen Bewertungsanlässen. Die Bewertung von Unternehmen ist vielschichtig und komplex und erfordert weit mehr als das „handwerkliche“ Beherrschen von Planungsrechnungen und Bewertungsmodellen. Wir beherrschen das Handwerk und haben die Erfahrung!

Unsere Leistungen im Bereich Unternehmensbewertung

Dem Bewertungsanlass entsprechend bewerten wir in unterschiedlichen Funktionen:

  • In der Funktion als neutraler Gutachter werden wir als Sachverständige tätig, die mit nachvollziehbarer Methodik den objektivierten Unternehmenswert ermitteln.
  • In der Funktion als Ihr Berater bestimmen wir einen subjektiven Entscheidungswert für Sie. Dieser hilft, ihre Preisuntergrenze bei Verkauf Ihres Unternehmens festzulegen – oder die Preisobergrenze bei einem Unternehmenserwerb. 
  • Werden wir als Schiedsgutachter oder Vermittler tätig, schlagen wir in einer Konfliktsituation unter Berücksichtigung der verschiedenen Wertvorstellungen der Parteien einen Einigungswert vor. 

Bewertungsanlässe können sein:

  • Unternehmenstransaktionen: Unternehmenskauf & -verkauf, Fairness Opinion, Management Buy-out,
  • Gesellschafterauseinandersetzungen: Abfindung von Gesellschaftern und Aktionären, Schadensersatz,
  • Unternehmensnachfolgeregelungen,
  • Erbschaftsteuerlichen Bewertungsanlässe,
  • Gesellschaftsrechtliche Bewertungsanlässe: Sachgründung durch Einbringung von Unternehmen, Verschmelzung oder Spaltung,
  • Impairment-Test,
  • Familiensachen: Pflichtteilsanspruch & Zugewinnausgleich.

Herr WP StB Timmo Wagner ist darüber hinaus von der IHK öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Unternehmensbewertung und wird in dieser Eigenschaft als Sachverständiger von Amts-, Land- und Oberlandesgerichten für Unternehmensbewertungen und die Beantwortung betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Beweisfragen bestellt.

Der Bewertungsanlass kann Auswirkungen auf den Zweck und damit auf das Verfahren der Unternehmensbewertung und somit letztendlich auf den eigentlichen Unternehmenswert haben. Abhängig von dem Zweck des zu ermittelnden Unternehmenswerts (objektivierter Unternehmenswert, subjektiver Entscheidungswert, Einigungswert) ergeben sich in der Regel unterschiedliche Annahmen

  • über die Prognose und Diskontierung der künftigen finanziellen Überschüsse,
  • Art und Umfang einzubeziehender Synergien sowie
  • zu persönlichen Verhältnissen der Anteilseigner bzw. deren anlassbezogener Typisierung. 

Eine sachgerechte Unternehmensbewertung setzt daher voraus, dass im Rahmen der Auftragserteilung festgelegt wird, aus welchem Anlass zu welchem Zweck die Unternehmens-bewertung durchgeführt wird sowie in welcher Funktion der Wirtschaftsprüfer tätig wird, um die Wahl der Annahmen und Typisierungen sowie die Ableitung der Werte gemäß dem Bewertungszweck vornehmen zu können. 

Für die Nachprüfbarkeit eines Gutachtens sind der Anlass und Bewertungszweck sowie die Funktion des Wirtschaftsprüfers im Gutachten zu dokumentieren, um deutlich zu machen, dass die Berechnungen nur in dem dargestellten Beziehungskomplex gelten.

Der objektivierte Unternehmenswert

Der objektivierte Unternehmenswert stellt einen intersubjektiv nachprüfbaren Zukunftserfolgswert aus Sicht der Anteilseigner dar, der sich bei Fortführung des Unternehmens auf Basis des bestehenden Unternehmenskonzepts und mit allen realistischen Zukunftserwartungen im Rahmen der Marktchancen, -risiken und finanziellen Möglichkeiten des Unternehmens sowie sonstigen Einflussfaktoren nach den Grundsätzen betriebswirtschaftlicher Unternehmensbewertung unter einer anlassbezogenen Typisierung der steuerlichen Verhältnisse der Anteilseigner bestimmen lässt.

Der subjektive Entscheidungswert

Bei der Ermittlung subjektiver Entscheidungswerte werden die bei der Ermittlung objektivierter Unternehmenswerte erforderlichen Typisierungen durch konkrete, verkäufer- oder investorenbezogene Annahmen ersetzt. Subjektiv darf in diesem Kontext nicht mit willkürlich oder unbegründet verglichen oder sogar gleichgesetzt werden. Denn auch die Bewertung von Beteiligungen und sonstigen Unternehmensanteilen für die Zwecke eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses (mit anschließender Jahresabschlussprüfung) kann durch eine subjektive Unternehmensbewertung erfolgen. Erfolgt die Bewertung aus Sicht eines Verkäufers, sind unechte Synergieeffekte nur dann relevant, wenn diese durch Scheitern der konkreten Transaktion wegfallen würden. Echte Synergieeffekte sind nur aus Sicht eines Investors oder Käufers zu berücksichtigen, wenn und soweit diese entscheidungsrelevant sind.

Der Einigungswert

Vertragliche Vereinbarungen sind vielfach der Anlass für Schiedsgutachten. Soweit vertraglich keine besonderen Regelungen getroffen worden sind, sind für diese Gutachten die Grundsätze des IDW S 1 zur Ermittlung von Unternehmenswerten anzuwenden. 

Bei strikter Anwendung des IDW S 1 gilt für den Bewertungszweck: Zweck eines Schiedsgutachtens ist die Ermittlung eines Einigungswerts oder Schiedswerts, der die verschiedenen subjektiven Wertvorstellungen der Parteien berücksichtigt. Theoretisch liegt der Einigungswert innerhalb des Einigungsbereichs zwischen der subjektiven Preisobergrenze des Käufers (des Abfindenden) und der subjektiven Preisuntergrenze des Verkäufers (des Abzufindenden). Demnach ist der vom Schiedsgutachter zu bestimmende Einigungswert kein objektivierter Unternehmenswert. Vielmehr sollte der Schiedswert ausgehend vom objektivierten Unternehmenswert um subjektive Werteinschätzungen (von Käufer und Verkäufer) sowie beabsichtigte Synergieeffekte (des Käufers) angepasst werden. 

2016 hat der Fachausschuss für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft (FAUB) des IDW eine Handlungsempfehlung zu Beauftragung und Funktion des Wirtschaftsprüfers bei Schiedsgutachten veröffentlicht. Demnach handelt es sich bei vertraglichen Vereinbarungen, nach welchen bei Ausbleiben einer Einigung ein Dritter die Leistungspflicht einer Partei zu bestimmten hat, um einen Schiedsgutachtervertrag, auf den die Regelungen der §§ 317 ff. BGB Anwendung finden. Dabei hat die Leistungsbestimmung, sofern nichts anderes bestimmt ist, nach billigem Ermessen durch den Gutachter zu erfolgen. Die Ermittlung eines objektivierten Unternehmenswerts wird explizit als möglicher Bewertungszweck genannt, der dann in den Auftragsvereinbarungen zu vereinbaren ist. 

In Teilen der Literatur wurde die Ermittlung eines objektivierten Unternehmenswerts im Rahmen von Schiedsgutachten bereits vor der Handlungsempfehlung des FAUB für zulässig erachtet.

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